Ältere Frau mit halblangen grau-blonden Haaren sitzt gemütlich auf dem Sofa und lächelt in die Kamera.

Implantate für Risikopatienten

Diverse Krankheiten oder die Einnahme bestimmter Medikamente haben einen direkten Einfluss auf die kieferchirurgische Behandlung. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass Sie in diesen Fällen als Risikopatient eingestuft werden. Umso wichtiger ist, dass die behandelnden Ärzte vollumfänglich über den Gesundheitszustand und entsprechende Gewohnheiten informiert werden.

Bitte stimmen Sie sich immer mit Ihrer behandelnden Praxis zu Ihrem Gesundheitszustand ab. Dies gilt auch für einen erhöhten Konsum von Alkohol und Nikotin.

Ältere Frau mit kurzen weißen Haaren und einer Brille misst sich mit einem Diabetesmessgerät am linken Mittelfinger den Blutzucker.

Wer ist ein „Risikopatient“?

Sie haben Diabetes, Osteoporose bzw. eine Herz- oder Lungenerkrankung? Es wurde Hämophilie diagnostiziert? Sie durchlaufen eine onkologische Behandlung bzw. haben schon einmal eine Chemo- oder Strahlentherapie erhalten? In all diesen Fällen sind Sie aus oralchirurgischer Sicht ein Risikopatient. Beispielsweise haben Patienten mit der Volkskrankheit Nr. 1 Diabetes mellitus ein erhöhtes Risiko für postoperative Infektionen und eine verzögerte Wundheilung. Dies erfordert in der Konsequenz eine noch sorgfältigere präoperative Planung sowie engmaschige Nachkontrollen.

Bei der Behandlung von Risikopatienten sind deshalb eine präzise Diagnostik, individuell abgestimmte Therapieansätze und unter Umständen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit angeraten, um das Komplikationsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Trotz Risiko zu sicheren Implantaten

Mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen und sorgfältiger Planung kann auch bei Risikopatienten in den meisten Fällen eine Implantat-Therapie durchgeführt werden.

Ältere Frau mit weißen Haaren und großen Ohrringen und heller Kleidung lacht herzlich.
Junger Zahnarzt im weißen Arztkittel schaut mit breitem Lachen in die Kamera.
Nach OP Pflegeset für eine optimale Mundpflege nach OP bestehend aus Nahrungsmittelergänzungs-Kapseln, Wundgel, Zahngel, Zungenreiniger und Sauerstoff-Fluid.
Junge Frau mit braunen Augen und einer Glatze lächelt in die Kamera.

Krankheiten und Medikamente

Bei Osteoporose-Patienten, die häufig Bisphosphonate einnehmen, besteht ein erhöhtes Risiko für Kiefernekrosen. Vorsicht ist ebenso bei der Einnahme von blutverdünnenden Mitteln wie Marcumar®, Xarelto®, Plavix®, Clopidogrel® geboten. Die dauerhafte Einnahme von Schmerz- und Beruhigungsmitteln kann zu einer verminderten Knochenqualität und einer gestörten Wundheilung führen, was das Einheilen der Implantate (Osseointegration) erschwert. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen bzw. Komplikationen während und nach dem Eingriff. 

Bei der Behandlung von Risikopatienten kann z. B. im Vorfeld der Implantation eine medikamentöse Therapie durchgeführt werden. Gerinnungshemmende Medikamente oder eine antibiotische Prophylaxe könnten ebenfalls vorbereitende Schritte darstellen. Selbst während des Eingriffs können noch gezielte Maßnahmen ausgewählt werden, die der Organismus leichter toleriert und die den implantologischen Eingriff bestmöglich unterstützen.

Älterer Herr hält ein Teller mit Brot und Avocado-Aufstrich in den Händen.

Lebensgewohnheiten

Nicht nur Krankheiten und Arzneimittel haben eine direkte Auswirkung auf Zähne, Knochen und Gewebe. Auch ein erhöhter Genuss von Nikotin und Alkohol erfordert in der Implantat-Therapie besondere Aufmerksamkeit, da diese Substanzen den Heilungsprozess erheblich beeinträchtigen. Nikotin verengt die Blutgefäße und reduziert die Durchblutung des Gewebes, was die Osseointegration erschwert und das Risiko für Infektionen erhöht. Alkohol wirkt immunsuppressiv und kann die Knochenregeneration stören. Beide Faktoren begünstigen die Entstehung einer Periimplantitis und verstärken sich in der Kombination. Aus diesem Grund kann ein starker Konsum von Nikotin und Alkohol auch eine Kontraindikation für die Behandlung sein. Eine umfassende präoperative Aufklärung und die Förderung eines gesünderen Lebensstils sind essenziell, um die Erfolgsrate der Implantation zu steigern und langfristig Komplikationen zu vermeiden.

Älterer Mann und seine Frau sitzen im Behandlungszimmer am Schreibtisch des Zahnarztes und werden von dem Zahnarzt beraten.

Vorgehen bei Risiken

Eine Implantation stellt bei Risikopatienten eine besondere Herausforderung dar, denn bestimmte Parameter können die Erfolgsaussichten signifikant beeinflussen. Die vorgenannten Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, dass die gesundheitliche Situation offen kommuniziert wird. Die behandelnden Ärzte kennen die Wechselwirkungen von Arzneimitteln und wissen, welche Auswirkungen bei einem oralchirurgischen Eingriff auf Zähne, Knochen und Weichgewebe zu erwarten sind. Entsprechend sorgsam und individuell kann dann eine Behandlung geplant werden. Das Ziel ist immer eine möglichst komplikationslose Behandlung, die schnellstmögliche Genesung unter Beibehaltung bestehender Therapien sowie der langfristige Implantat-Erfolg.

Ältere Frau mit weißen Haaren und großen Ohrringen und heller Kleidung lacht herzlich.

Unterstützende Maßnahmen

Bei 28PRO dreht sich alles um Ihr Wohl, Ihren Schutz und Ihre Sicherheit. Weil wir wissen, dass es insbesondere für Risikopatienten nicht so leicht ist, die passende Mundpflege zu finden, haben wir im 28PRO-Shop geeignete Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel zu stark vergünstigten Vorteilspaketen geschnürt:

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